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Unsere Geschichte

Es gibt Geschichten, die über Nacht entstehen. Nicht so die unsere: Sie erzählt den spannenden Weg von der Entwicklung der Firma Karl Moese - eine Familiengeschichte über vier Generationen, eine Geschichte von Menschen mit Stärken und Schwächen! Wenn ich es mir recht überlege, ist es verwunderlich, dass es die Firma überhaupt noch gibt! Jetzt fragen Sie sich zu Recht, was ich damit meine. Ich werde es Ihnen erzählen:

Mein Urgroßvater Karl Moese war ein äußerst korrekter, stilvoller Mann, mit viel Sinn für Qualität und Schönheit. Leider hatte er einen Fehler: Er war nicht sehr geschäftstüchtig! Guten Mutes wollte er am 15. Februar 1908 seine Idee der weltbesten Krawattenherstellung in die Tat umsetzen, aber dieses Unterfangen wäre vermutlich gescheitert, wenn es meine Urgroßmutter Gertrud nicht gegeben hätte. Sie war diejenige, die genau wusste, was den Erhalt einer Firma sichert. Mit viel Geschick und Einsatz hat sie es geschafft, über zwei Weltkriege und eine Weltwirtschaftskrise hinweg die junge Firma wachsen zu lassen und währenddessen noch Obacht auf ihren Mann zu geben.

Gertrud schenkte ihrem Karl ganz nebenbei auch noch drei Kinder, von denen besonders der junge Erwin starkes Interesse an Krawatten entwickelte. Er war es auch, der in den 40er Jahren auf einer Reise durch England das weltberühmte Pferderennen Ascot besuchte, was ihn auf die Idee brachte, dies als Markennamen eintragen zu lassen. Von da an hieß die Firma ASCOT Karl Moese, und dies gilt, wie Sie wissen, bis zum heutigen Tage.

Mein Großvater Erwin war ein lebensfroher und generöser Mann, der es verstand, das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden. Er war in der Lage, schönste Kollektionen zu kreieren, aber er war vor allem ein hervorragender Verkäufer. Geiz und Sparsamkeit waren ihm fremd, und manchmal wurde das zum Problem: Viele Kunden waren nämlich für meinen Großvater eher Freunde als Geschäftspartner. Ich will damit sagen, dass einem Kundenbesuch meist ein langer Abend oder sogar eine lange Nacht folgte.

Seine Frau Hilde brachte zwei gesunde Kinder zur Welt, von denen Sohn Wolfgang eine besondere Rolle in der Firma einnehmen sollte. Schon in jungen Jahren war er ein sehr guter Golfspieler. Darüber hinaus hatte er, gelinde gesagt, nicht unbedingt den Ruf eines Musterschülers. Mein Großvater war zwar großzügig, aber sehr wohl bei Verstand, und entschloss sich, seinen jungen Sohn in die Seidenmetropolen Lyon und Como zu schicken, damit er das Handwerk des Cravattiers erlerne. Wahrscheinlich lernte er noch einiges mehr, aber das gehört nicht zum Thema. Wie auch immer, nach einigen Jahren im Ausland kam er zurück nach Krefeld, wo er mit viel Ehrgeiz sein Textilwirtschaftstudium absolvierte. Er trat in die Firma ein und entwickelte sich bald zum talentierten Finanzstrategen, was seinen Vater Erwin veranlasste, ihm die Kasse der Firma anzuvertrauen. Die Weisung lautete, ihm monatlich einen bestimmten Betrag und keinesfalls mehr auszuzahlen. Wolfgang heiratete seine Frau Helga und arbeitete stets hart. Kurz darauf wurde meine Schwester Barbara und wenig später ich geboren.

Ehrlich gesagt, ein so hervorragender Verkäufer wie mein Großvater Erwin war mein Vater Wolfgang nie, aber er hatte innovative Ideen, tat sich mit Hermann-Kurt Schwartz zusammen, und die beiden machten aus der Firma ein florierendes Unternehmen. Unter anderem gelang es ihnen, durch Ausstellen auf internationalen Modemessen wie SEHM in Paris und der PITTI UOMO in Florenz in den 80er und 90er Jahren mehrere hundert Kunden weltweit hinzuzugewinnen.

Ich wuchs also im Schatten dieses Unternehmens auf, und obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, nie in die Firma einzutreten, sondern meine Fahrradleidenschaft zum Beruf zu machen, kam es anders. Nach meinem betriebswirtschaftlichen Studium wagte ich doch den Schritt in die Krawattenwelt, und wie ich mittlerweile weiß, lässt sie einen so schnell nicht mehr los. Bereut habe ich diesen Schritt jedenfalls nie.

Sogar meine Schwester Barbara hat sich vor einem Jahr den Krawatten zugewandt, obwohl sie aus der Weinbranche kommt. Wir fragen uns bis heute, was sie zu diesem überraschenden Schritt bewegte! Sie möchten wissen, was die vier Generationen, die an dieser Geschichte bisher mitwirkten, gemeinsam haben? Es ist die Vision vom perfekt gemachten, qualitativ hochwertigen Produkt, die uns und unsere Mitarbeiter angetrieben hat und heute noch treibt. Wir setzen alles daran, Ihnen auch weiterhin diese wunderbaren - in Deutschland handgefertigten - Krawatten anzubieten.

Wir bedanken uns bei allen, die uns auf diesem spannenden Weg begleitet haben, und laden Sie gleichzeitig herzlich ein, diese Geschichte mit uns fortzuschreiben!


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