Schals
Als Kälte- und Windschutz im Herbst und Winter unverzichtbar, ist der Schal eines der wohl wichtigsten und von Frauen wie auch Männern meistgekauften Accessoires überhaupt. Die gut drei Jahrhunderte, die er auf dem Weg zu seiner heutigen Form bereits auf dem Buckel hat, merkt man ihm dabei kaum an. Das Wort Schal, das sich in ähnlicher Form als „shawl“ auch im englischen findet, geht zurück auf den persischen „sal“, ein Umschlagtuch. Als Exotismus ist dieses Wort bereits im 17. Jahrhundert schriftlich bezeugt.
Heute versteht man unter einem Schal eine Stoffbahn, deren Länge ein großes Vielfaches der Breite aufweist. Ein übliches Maß für einen Herrenschal sind etwa 175 mal 30 Zentimeter. Das Material kann gewebt oder seltener auch gestrickt sein. Letzteres ist vor allem bei Winterschals zu finden. Die Enden weisen häufig eine Zierleiste aus Fransen oder Kordeln auf. Entsprechend der den Jahreszeiten angepassten unterschiedlichen Funktionen kommen verschiedene Stoffe zum Einsatz: Wärmende Schals für den Winter sind in der Regel aus Lammwolle, Alpaca, Kaschmir oder einer Mischung dieser Materialien hergestellt. Eine besonders edle Variante stellt der reine Seidenschal dar, der als Variante in weiß auch als Begleiter zur Abendgarderobe Verwendung findet. Für die Tagesgarderobe existieren zudem auch doppelseitige Exemplare. Hier besteht eine Seite aus Seide, die andere aus Wolle oder Kaschmir. Der Vorteil liegt hier in einer ansprechenden Optik bei gleichzeitig gutem Schutz vor Kälte.
Sommerschals, die heute zwar selten sind, in ihrer Funktion aber vermutlich dem persischen Vorbild sogar näher kommen, bestehen, der Jahreszeit entsprechend aus Materialien, die einerseits warme Luft vom Körper weg transportieren und andererseits Feuchtigkeit besonders gut aufnehmen und so für ein angenehmeres Körperklima sorgen. Solche Schals bestehen aus Baumwolle, luftig gewebter Seide oder —besonders effektiv— atmungsaktivem Leinen. Hinsichtlich der Dessins sind der Vorstellung keinerlei Grenzen gesetzt. Als klassisch und universell gelten einfarbige, gestreifte oder gewürfelte Varianten in zeitlosen Farben. Mit einem dunkelblauen oder dunkelroten Wollschal lässt sich bereits ein Großteil aller Trageanlässe hinreichend abdecken. Die Investition in voluminöse Stoffe lohnt hier allein schon wegen der längeren Haltbarkeit des Produkts. Seidenschals tragen häufig kleine bis mittelgroße Punkte oder Paisleys. Achten Sie auf nicht zu leichte und eher griffige Seide, um zu vermeiden, dass der Schal sich unbeabsichtigt lockern und verloren gehen kann.
